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Dr. med. Lutz Wilden
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Das Gesunde Ohr


Besuchen Sie bitte auch die Website dasgesundeohr.de. Hier erfahren Sie alles über die Anatomie des Ohrs, Audiometrie, Lärmforschung sowie Tinnitus und Möglichkeiten zur Vermeidung von Innenohrerkrankungen.

Alarmzeichen einer fortschreitenden Innenohrüberforderung bei Kindern, Kleinkindern und Erwachsenen, welche bereits Hörgeräte tragen müssen - sowie entsprechende Selbsthilfemaßnahmen

Hörvermögen und Sprachentwicklung

Die Sprachentwicklung eines Kindes hängt unmittelbar von seinem Hörvermögen ab.
Ohne die akustische Wahrnehmung von Lauten und Wörtern kann das sich entwickelnde menschliche Gehirn keine Sprachfähigkeit entwickeln.
Für ein taubes Kind ist die Welt stumm und daher ist es selbst stumm. Für ein schwerhöriges Kind klingen die Töne, Laute und Wörter, welche es hört abgestumpft, verzerrt und undeutlich und daher wird seine Sprache unmoduliert, verzerrt und undeutlich.
Die logische Konsequenz aus diesem Zusammenhang heraus ist daher eine frühzeitige Hörgeräteverordnung.
Das schwerhörige Kind erhält damit tatsächlich mehr akustische Wahrnehmung - es hört mehr und besser - und damit verbessert sich seine Sprachentwicklung. Dieser Erfolg ist von den Eltern, der übrigen Familie und den Therapeuten (Logopäden, Hörakustiker, Psychologen, Ärzten) direkt erlebbar und kann dokumentiert gemessen und gewertet werden.
Die Frühdiagnose von Innenohrüberforderungen (Schwerhörigkeit) bei Klein- und Kleinstkindern verbessert sich scheinbar immer mehr und die Eltern der betroffenen Kleinkinder fordern von den Ärzten immer früher eine klare Diagnose bezüglich des Hörvermögens Ihrer Kinder, damit diese so früh wie möglich mit Hörgeräten versorgt werden um damit die Sprachentwicklung ihrer Kinder so früh wie möglich zu fördern.
Auch die Kinder selbst erleben die Hörgeräte fast immer als positiv - nach einer kurzen Phase der "Anpassung" akzeptieren sie ihre Hörgeräte und wollen diese nicht mehr missen.
Dieser aktuelle Trend ist weltweit zu beobachten und führt im Augenblick in Europa und den USA zu einer ständig wachsenden Zahl von Kleinst- und Kleinkindern, welche immer früher in ihrem Leben mit Hörgeräten leben müssen.


Die Folgen der frühen Hörgeräteverordnung für das kindliche und das erwachsene Innenohr

Die offensichtliche Kausalität der oben beschriebenen Zusammenhänge zwischen kindlicher Sprachentwicklung und kindlicher Hörfähigkeit ist derart eindeutig, daß sie die Gefahr in sich birgt die Auswirkungen der frühstmöglichen Hörgeräteversorgung bei Kindern auf das kindliche Empfängerorgan - das kindliche Innenohr zu übersehen.
Bei allen technischen Verbesserungen der Hörgeräte können diese letztendlich nichts anderes als den im Innenohr ankommenden Schalldruck erhöhen.
Dies ist für jedermann leicht nachzuvollziehen, indem er an sich selbst ein Hörgerät ausprobiert und dann bemerken wird, daß ein Hörgerät eben alles was er hört lauter macht.
Während eine Brille lediglich den Einfallswinkel von Lichtwellen verändert aber keine Lichtverstärkung bewirkt, erhöht ein Hörgerät den für das Innenohr eigentlichen Sinnesreiz, den Schalldruck.
Damit erhöht ein Hörgerät natürlich auch die Arbeitsbelastung für die beteiligten Hörzellen im Innenohr.
So wie eine Lichtverstärkung (Blendung) die Sinneszellen des Auges überlasten würde, falls eine Brille eine Lichtverstärkung produzieren würde. Dieser einfache aber für das Innenohr entscheidende Unterschied zwischen einer Brillenversorgung und einer Hörgeräteversorgung wird übersehen. Nur so ist es zu erklären, daß heute weltweit die Anpassung von Hörgeräten sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern mit der Aufforderung an die Betroffenen verbunden ist ihre Hörhilfen ständig zu tragen.

Ein aktueller Werbeslogan eines großen deutschen Hörgeräteherstellers ist die retorisch gedachte Frage:
"Können Sie mir einen Grund sagen warum ich meine Hörgeräte in der Schublade lassen sollte?"

Die biologisch korrekte Antwort ist:
Ja es gibt einen sehr, sehr guten Grund warum Sie Ihre Hörgeräte immer wieder in der Schublade lassen sollten.
Es sind Ihre armen überforderten, erschöpften aber lebendigen Hörzellen, welche Sie soviel Ruhe und Erholung wie möglich schenken sollten und welche Sie nur soviel wie unbedingt nötig durch das Tragen Ihrer Hörgeräte belasten sollten.
Dies gilt natürlich besonders für die zarten unschuldigen Innenohrzellen eines Kindes.
Die augenblicklich allgemein gültige Praxis der Hörgeräteversorgung auch bei Kleinst- und Kleinkindern ist es, daß die Betroffenen aufgefordert werden von morgens bis abends, unabhängig vom täglichen allgemeinen Umgebungslärm, ihre Hörgeräte zu tragen.
Konkret bedeutet das, daß jeder Lastwagen welcher an einem nichthörgeräteverstärktem Ohr mit 70-80 dB vorbeidonnert in ein mit Hörgeräten versorgtes Ohr mit z.B. 100 bis 110 dB hineinverstärkt wird. Wenn also schon das normalhörige Innenohr von unzähligen Menschen durch unseren täglichen Zivilisationslärm überfordert und überlastet ist, gilt dies natürlich noch mehr für die überforderten Innenohrorgane der Menschen, welche wegen dieser überforderung nun einer Steigerung des, das Innenohr überlastenden, Streßfaktors Schalldruck (Lärmlautstärke) ausgesetzt sind. Die Folgen für das Innenohr sind eine stetige Zunahme des bereits bestehenden überforderungszustandes der erschöpften Innenohrzellen, welcher sich an folgenden Symptomen (Empfindungen) für die Betroffenen bemerkbar macht:

Der Druck im Ohr nimmt zu:
dieser entspricht einem biologischen Vorgang, welchen wir als Oedembildung (Schwellung) überall innerhalb des menschlichen Körpers als Organ (Gewebe-/Zellreaktion) seit Jahrzehnten als klassische (pathophysiologische) überlastungsreaktion kennen.

die Hörverzerrung (Dysakusis) nimmt zu:
dies entspricht einem biologischen Vorgang, welchen wir als zunehmende Dysfunktion einer orginären Organfunktion ebenfalls als klassische patophysiologische überlastungsreaktion von Organen (Geweben/Zellen) seit langem kennen

die Hyperakusis (=Lärm/Lautstärkenempfindlichkeit) nimmt zu:
d.h. das Innenohr signalisiert uns damit, daß es eben gerade dies - die Lautstärke - es ist welches es im Augenblick nicht ertragen kann

dies entspricht ebenfalls einem biologischen Vorgang, welchen wir als zunehmende Empfindlichkeit eines Organs auf seinen spezifischen Stressor ebenfalls als klassische pathophysiologische überlastungsreaktion von Organen (Geweben/Zellen) kennen.

Der Tinnitus wird schlimmer
- wie immer im Innenohrgeschehen ist auch hier - bei der Erörterung von Innenohrreaktionen unter der Benützung von Hörgeräten der Tinnitus oder das Tinnitusgeschehen geeignet Verwirrung zu stiften.

Es gibt etliche Hörgeräteträger, welche berichten, daß während sie tagsüber die Hörgeräte tragen ihr Tinnitusgeschehen für Sie leichter zu ertragen ist als abends oder in der Nacht wenn sie die Hörgeräte ablegen.

Wie ist dies zu erklären?

Der Tinnitus ist das Schmerzsignal der Hörzellen.
Unter der Tagesbelastung des Innenohrs wird aufgrund der Lautstärkenverdeckung des Tinntis (=die Umgebungslautstärke ist lauter als das Notsignal der Hörzelle)dieser tagsüber weniger wahrgenommen als in dem Augenblick der Stille bzw. ruhigeren Umgebung bzw. des Weglassens der Hörgeräte.
D.h. erst wenn die Außenlautstärke wegfällt oder weniger wird ist für die Betroffenen das Tinnitusgeschehen deutlich störend wahrnehmbar. Wie können Sie nun selbst sich ein Bild davon machen ob diese meine biologische Sicht der Dinge Ihrer persönlichen Wahrheit entspricht? Sehr einfach dadurch, daß Sie Ihren Tinnitus in seiner Reaktion auf Lautstärkenbelastung hin beobachten.

Sie werden feststellen, daß an Tagen in denen Ihre mit einem Hörgerät aktiv "unterstützten" Innenohrorgane dann vermehrt Tinnitus produzieren, wenn Sie sie tagsüber deutlich mehr belastet haben (z.B. durch den Besuch eines Konzerts, nach einer längeren Auto-/Bahn- oder Flugzeugreise usw.) als üblich, bzw. andersherum werden Sie, falls Sie bereit sind diesen Vorgängen Ihre Aufmerksamkeit zu schenken,ebenso bemerken, daß an Tagen an denen Ihre mit Hörgeräten versorgten Ohren weniger durch Lautstärke belastet sind, abends das Tinnitusgeschehen etwas leichter ist.
Aus diesen einfachen Zusammenhängen heraus leitet sich ein ebenso einfaches wie biologisch sinnvolles Selbsthilfeverhalten für Hörgerätebenützer ab. Lassen Sie mich zunächst wieder auf die Kinder und Kleinkinder eingehen: Gerade bei Kleinstkindern und Kindern sollten überlastungen der Innenohrorgane dringend vermieden werden, z.B. keine Hörgeräte bei Autofahrten im Gegenteil bei länger anhaltenden monotonen Fahrgeräuschen aller Art wie Bahn, Straßenbahn, U-Bahn, Flugzeug, Bus u.s.w. sollten schwerhörige Kinder jeglichen Alters aktiv (Ohrstöpsel) gegen diese unsinnigen Lautstärkenbelastungen geschützt werden.
Ebenso im Sraßenverkehr (z.B. im Kinderwagen sitzend) und solange sie im Straßenverkehr sowieso zu ihrer Sicherheit nur in ständiger Beobachtung durch die Eltern mit Körperkontakt wie an die Hand oder auf den Arm genommen sein dürfen, ist es sinnvoll schwerhörige Kinder vor einer sinnlosen Verstärkung des Verkehrslärms zu schützen.

Wie steht es aber mit der Sprachentwicklung hörschwacher oder schwerhöriger Kinder?
Obwohl es im Bereich der Innenohrüberforderungen eine Vielzahl individuell unterschiedlicher Ausgangssituationen gibt ist es möglich einige allgemeingültige Hinweise zu geben.
Eltern, welche bereit sind die Innenohrorgane ihrer Kinder durch das Weglassen unsinniger Schallverstärkung zu entlasten müssen dafür ihren Kindern umso mehr mentale und pädagogische insbesondere aber logopädische Unterstützung und Anregung geben.
D.h. es ist dann wichtig mit dem Kind in der Zeit in der des Hörgeräte trägt ein intensives und fantasievolles Sprachtraining zu entwickeln. Vielleicht ist es auch möglich seinem schwerhörigen Kind dadurch näher zu kommen, daß man ihm mehr in das Ohr flüstert bzw. spricht.
Es gibt hier wenn man will sicher viele Möglichkeiten eine nötige Hörgerätebenutzung so zu gestalten, daß das sowieso schon geschwächte Innenohr so wenig wie möglich und gleichzeitig soviel wie nötig belastet wird.
Für Kinder, für Jugendliche und für erwachsene Hörgeräteträger gilt letztendlich das Gleiche wie für noch hörgesunde Menschen auch:

Schutz der Ohren vor unnötiger Belastung durch für uns unsinnige Lautstärke und Lärm und Mut sich in der Öffentlichkeit dazu zu bekennen, daß wir es nicht jedem Lautstärken und Lärmmüll erlauben unser wunderbares Hörsystem weiter zu überfordern. Mut zum aktiven Hörschutz, Mut zum Ohrstöpsel in der Öffentlichkeit.

Damit erreichen Sie 2 Dinge:
  1. eine Verringerung der Arbeitsbelastung Ihrer Innenohrzellen und
  2. damit einhergehend eine kleine, "vorsichtige" Verbesserung der Innenohrsymptomatik wie Tinnitus, Druck im Ohr, Hörverzerrung, Hyperakusis, Hörverschlechterung, otogenem Vertigo und Morbus Menière,denn auch der otogene Vertigo und seine Steigerung der Morbus Menière (=Dreh-/Brechschwindel) sind die Folge einer akuten oder chronischen Innenohrüberforderung.
Das Gleichgewichtsorgan Bild Labyrinth - elektr. mikrosk. + Querschnitt durch die Labyrinthzelle



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